Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Die Ö1 Jazznacht

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Traum-Reisen". Träume begleiten die Menschen, meint der katholische Theologe und Priester Johann Pock, Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien So viele geplante Traumreisen können in diesem Sommer nicht stattfinden. Träume von fernen Ländern und Menschen, die zumindest vorläufig unerfüllt bleiben. Doch Träume begleiten die Menschen, meint der katholische Theologe und Priester Johann Pock, Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. Träume spielen schon in der Bibel eine wichtige Rolle und sie ranken sich besonders um die wichtigen Ereignisse im Leben: Von der Traumhochzeit bis zum Traumhaus. "Für mich war es ein Traum, in Rom zu studieren, im Zentrum der römisch-katholischen Welt", erzählt Pock in seinen "Gedanken für den Tag" rund um das Fest Peter und Paul (29.6.), an dem traditionellerweise in der katholischen Kirche Priesterweihen stattfinden. Sieben Pilgerkirchen findet man in Rom - darunter St. Peter und St. Paul. St. Paul liegt vor den alten Stadtmauern: Hier finden sich als Reliquien die Köpfe der beiden großen Apostel nebeneinander, friedlich vereint. Doch so friedlich war das Verhältnis nicht: Petrus war einer der ersten Begleiter Jesu - und jüdisch geprägt. Erst durch einen Traum lernte er, dass nicht nur Juden, sondern auch die Heiden getauft werden konnten. Und auch Paulus hatte Visionen. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Erbitterte Freundschaften, die Rache der Fledermaus und eine Weltersteinspielung. Als junger Mensch eine Zeitenwende zu erleben, die uns bis heute umtreibt, wie reagieren darauf etwa junge Musiker? Ludwig van Beethoven und Antonìn Reicha inskribieren im Mai 1789 in Bonn Philosophie. Zum Broterwerb spielen sie dort in der Hofkapelle, die vom jüngsten Spross Maria Theresias, Maximilian Franz, gegründet wurde: ein "Hotspot" künftig namhafter Komponisten. Als Reicha vor 195 Jahren in Wien seine Sinfonia Concertante für zwei Violoncelli uraufführte, waren die einstigen Kommilitonen längst zu Konkurrenten geworden.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Waldökologe Klaus Katzensteiner spricht über die Dynamik im Bereich der alpinen Waldgrenze. Teil 2: Unwirtliche Extremstandorte Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Gipfel der Alpen reichen in vielen Bereichen über die natürliche Waldgrenze hinaus. Wo diese genau liegt, ist nicht immer leicht festzustellen, denn der Mensch hat viele Hochlagen gerodet, um Weideland zu gewinnen. Die Höhe der natürlichen Waldgrenze hängt von den jeweiligen klimatischen Bedingungen ab. Generell kann man sagen, dass sie im Inneren der Alpen höher liegt als am Alpenrand oder an isolierten Bergspitzen. Selbst oberhalb der Waldgrenze findet man vielfach noch einzelnen Bäume oder kleine Baumgruppen. Wo sie aufhören, spricht man von der Baumgrenze. Sowohl Wald- wie auch Baumgrenze sind in den letzten Jahrzehnten in Bewegung gekommen. Einerseits nimmt die landwirtschaftliche Nutzung der Hochlagen immer weiter ab. Wo einst Almflächen und Bergmähder freigehalten wurden, kehrt heute der Wald zurück. Anderseits führt der Temperaturanstieg dazu, dass sich die Vegetationszonen verschieben, und damit auch die Bäume höher "steigen" - zumindest solange es genügend Niederschläge gibt. Die höhere Waldgrenze wird in den nächsten Jahrzehnten auch zu markanten Veränderungen des Landschaftsbilds führen. Manche Grasberge, die heute gute Aussichten bieten, werden in Zukunft vielleicht gänzlich bewaldet sein.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Weltbaustein CO2

Ein global gut gemischtes Gas auf dem Prüfstand (2). Gestaltung: Sabine Nikolay Es war einmal ein Planet ohne Lebewesen. Zuerst war er ein wahrer Hexenkessel aus verschiedenen Gasen, die sich mischten und um eine Achse drehten. Es war unvorstellbar heiß. Die Schwerkraft kam ins Spiel, die Gase verdichteten sich, ein fester Körper entstand. Schließlich bildete sich die Atmosphäre. Es begann zu regnen. Aus dem Gasgemisch in der Atmosphäre verband sich Wasserstoff mit Sauerstoff, fiel als Tropfen auf die glühende Oberfläche des Balls, verdunstete sofort und stieg als Dampf wieder auf. So ging das Millionen von Jahre, bis die Glut abgekühlt war und die Weltmeere entstanden. Die Kontinente wurden geboren und Kohlenstoff, der Grundbaustein für alles auf der Welt, formte sich zu Baumriesen, aber auch zu Gebirgen. Die Bäume trugen dazu bei, dass das Weltklima abkühlte, denn bei der Photosynthese wird das klimaerwärmende Gas CO2 - zwei Moleküle Sauerstoff und ein Molekül Kohlenstoff - aus der Luft gefiltert. Der Kohlenstoff wandert in den Baum, der Sauerstoff wird freigesetzt. Riesige Wälder entstanden, die Milliarden Tonnen CO2 banden. In den Weltmeeren lebten Millionen Tonnen Algen. Diese Wasserpflanzen tun dasselbe wie Bäume und andere grüne Pflanzen: sie wandeln mittels Photosynthese Kohlendioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff um. Wenn ihr Lebenszyklus beendet ist, sinken sie auf den Meeresgrund. Dort mischten sich in der Frühzeit der Erde Millionen Tonnen organisches, kohlenstoffreiches Material mit Sedimenten. Unter hohem Druck entstanden in einem langen Prozess riesige Erdölreservoirs. Erdgas, das oft an denselben Fundstätten wie Erdöl lagert, entsteht auf ähnliche Weise: organisches Material, große Tiefe, Druck und Hitze sind daran beteiligt. Der Kohlenstoff in den Baumriesen der Erd-Urzeit hingegen verwandelte sich in Kohle. Gemeinsam ist den drei Substanzen: Werden sie verbrannt, wird Kohlenstoff freigesetzt. Er verbindet sich mit Sauerstoff und das Treibhausgas CO2 entsteht. Kein Wunder, dass es auf der Welt heißer wird, denn vereinfacht gesagt passiert nun alles rückwärts. Wir setzen frei, was einst frei war. Und jetzt kommt's: Die Summe aller Energien bleibt gleich. Wenn wir so weitermachen, wird das frei gesetzte CO2 unsere Erde möglicherweise wieder in einen glühenden Ball verwandeln. Doch was genau ist CO2? Wie entsteht es? Wie vergeht es? Warum verwandeln sich 500 Tonnen Treibstoff in 1000 Tonnen CO2? Warum ist das schädliche Klima-Gas so haltbar?

09.30 Uhr
Radiokolleg - 30 Jahre Gender Trouble

Wie Judith Butler die queer Theory erfand (2). Gestaltung: Irmgard Wutscher Dieses Jahr wird eines der einflussreichsten philosophischen Werke dreißig Jahre alt: "Gender Trouble" erschienen 1990 auf Englisch, 1991 unter dem Titel "Das Unbehagen der Geschlechter" auf Deutsch machte Judith Butler zu einer der bekanntesten Philosoph/innen überhaupt. Sie genießt Popstar-Status und auf den Universitäten gab es seit den 1990er Jahren einen regelrechten Butler-Hype. Die Einsicht zu "Gender Trouble" soll der jungen Judith Butler beim Besuch einer Travestie-Show gekommen sein, wo sie feststellen musste, dass diese Männer* Weiblichkeit wesentlich überzeugender darstellten, als sie es je können würde. Aus diesem Gendanken heraus, so die Legende, entwickelte Butler ihre Ideen zur Dekonstruktion von Gender. Ausgehend von Simone de Beauvoirs Aussage "Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht" postuliert Butler, dass Geschlecht keine natürliche oder ontologische Tatsache ist, sondern durch Handlungen hergestellt werden muss - doing gender. Frau-Sein oder Mann-Sein sind sehr instabile Angelegenheiten, es gibt z.b. widersprüchliche Anforderungen was Mann-Sein in welchem Kontext bedeutet, deswegen muss die Verwirklichung von Männlichkeit scheitern beziehungsweise permanent aufs Neue performativ hergestellt werden. Das bezieht Butler nicht nur auf das soziale Geschlecht - gender - sondern auch auf das biologische Geschlecht - sex. Auch der Geschlechtskörper existiert laut Butler nicht als natürliche Tatsache außerhalb einer sprachlichen Realität. So abstrakt diese Gedanken aber erst einmal sind, so praktisch haben sie sich in den letzten dreißig Jahren auf unser Leben ausgewirkt: Etwa bei der Gender Medizin, wo erkannt wurde, dass Medikamente sich auf Frauenkörper anders auswirken als auf Männerkörper. Oder die (stärkere) öffentliche Wahrnehmung von Transgender-Rechten und Intersex-Personen, was unter anderem zu einer dritten Geschlechtsoption im Pass geführt hat und auf Facebook zu der Tatsache, dass mensch zwischen 58 Option auswählen kann, das eigene Gender zu benennen. Gerade die Dekonstruktion der Kategorien "Frau" und "Mann" ist es aber auch, die Butler zu einer der prominentesten Reibefiguren gemacht hat - in den unterschiedlichsten Kontexten. Zum einen stellt Butler eine der zentralen Kategorien der feministischen Wissenschaft "die Frau" infrage, was auch ein Problem für politische Forderungen des Feminismus darstellt. Auf der anderen Seite ist Gender vor allem für die rechtspopulistische Welt ein rotes Tuch, für Politiker wie Orban über Bolsonaro bis zur FPÖ. Was kann man also sagen über ein hochphilosophisches Werk, das wahrscheinlich die wenigsten gelesen haben und zu dem trotzdem jede*r eine Meinung hat? Irmgard Wutscher arbeitet Gender Trouble noch einmal auf und fragt sich, welche Veränderungen es in den letzten dreißig Jahren ausgelöst hat.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Die Insel der Klänge

Eine musikalische Reise durch Sardinien (2). Gestaltung: Verena Gruber Wer nach Sardinien reist, findet nicht nur ein Badeparadies. Die Insel ist auch ein Paradies der musikalischen Sprachen, die alle einen Ursprung haben: Die Musik entspringt der Natur, die in Sardinien gleichermaßen schroff und karg, wild und windig, exotisch und still ist. Vom archaischen Gesang des Canto a Tenore über die Schilfrohrpfeife, die Launeddas, von den traditionellen ethnischen Klängen hin zu den Jazzfestivals - die Spuren gehen zurück zu den Anfängen. Die Launedda wurde bereits vor 3.000 Jahren in Sardinien nachgewiesen. Sie soll bereits in der jahrtausendalten Nuraghenkultur eine Rolle gespielt haben. Der Canto a Tenore, der mehrstimmigen a capella Männergesang, ist eine der ältesten Gesangsformen Europas und gehört zum immateriellen Weltkulturerbe. An deren Anfang stehen die Schafhirten auf den einsamen Weiden in den Bergen Sardiniens standen. Heute wird in Sardinien bei Volksfesten und Prozessionen, auf Dorfplätzen und in Vereinen, immer noch die alte Tradition gepflegt. In den Musikschulen und Konservatorien, in Konzerthäusern und in den Clubs der Insel wird experimentiert und viele sardische Musiker*innen touren heute erfolgreich durch Europa. Das Vokalquartett "Tenores di Bitti" arbeitete mit Lester Bowie oder Ornette Coleman zusammen und trägt den sardischen Männergesang in die Welt. Belgische Musiker vom Ensemble Graindelavoix und italienische Sänger treffen aufeinander. Paolo Fresu, Gavino Murgia oder Enzo Favata vereinen in ihrer Musik den zeitgenössischen Jazz, mit Folklore, Minimalismus, Avantgarde und Soundscapes. Elena Ledda, eine der führenden Sängerinnen der Insel, ist ausgebildete Opernsängerin und sammelt seit Jahren die alten Gesänge ihrer Heimat und kreiert damit neue freie Musikformen. Die sardische Sängerin Franca Masu, eine weitere Grande Dame des Mittelmeeres, lässt in ihre Lieder die Lebensfreude des Jazz, die Saudade des Fados und die Leidenschaft des Tangos fließen. Eine Radiokollegreihe von Verena Gruber ist eine Reise durch die spannenden und geheimnisvollen Klangwelten Sardiniens. Fernweh garantiert!

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Robert Fontane Thomas Hampson zum 65. Geburtstag Ausschnitte aus Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi, Franz Schubert u.a. Durch seine enorme Vielseitigkeit ließ sich Thomas Hampson nie so recht als Interpret einer bestimmten Musikrichtung kategorisieren. Egal ob Kunstlied, Oper, Barockmusik oder Musical, es gibt kaum ein Gebiet, auf dem er nicht als sorgfältiger Gestalter reüssieren konnte. Er verstand sein Talent stets als Verpflichtung, der er als Künstler verantwortungsbewusst Folge geleistet hat. Leonard Bernstein erkannte früh die Qualitäten des aufstrebenden Singdarstellers und lud ihn ein, bei seiner legendären Einspielung von Puccinis "La Bohème" mitzuwirken. Harnoncourt, der ebenfalls ein wichtiger Mentor des Sängers war, schätzte ihn als Interpreten der Musik von Bach, Mozart und Schubert. Behutsam hat sich Thomas Hampson auch das Verdi-Repertoire erarbeitet; knapp 40 Mal war er an der Wiener Staatsoper als Simon Boccanegra zu erleben - und diese ist nur eine von zahlreichen Partien, mit denen er das Publikum immer wieder berührt und begeistert. In diesem Monat, am 28. Juni, feiert der vielseitige Künstler aus dem US Bundesstaat Indiana seinem 65. Geburtstag.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Literarische Reise - Österreich "Die Villen der Frau Hürsch" von Alfred Komarek. Es liest Ishwara Erhard Koren. "Die Villen der Frau Hürsch". Von Alfred Komarek. Es liest Ishwara Erhard Koren. "Die Villen der Frau Hürsch" ist Alfred Komareks erster Roman seiner Tetralogie um Daniel Käfer, angesiedelt im malerischen Salzkammergut. Dorthin reist der erfolgreiche und nicht uneitle Journalist Käfer, um den Kopf für eine neue Zukunft frei zu bekommen. Tatsächlich ist es eine Reise in die Vergangenheit, in Käfers Kindheit und zu einem Familiengeheimnis, dem er, die ehemaligen Plätze der familiären Sommerfrische im Ausseerland aufspürend, Schritt für Schritt näherkommt. Die einst so intensiv gefühlte Idylle wird brüchig. Daniel Käfer stößt auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die die Vergangenheit bestens zu hüten weiß. Alfred Komarek siedelt den Provinzroman in seiner Heimat an. 1945 in Bad Aussee geboren, lebt er dort und abwechselnd in Wien und Niederösterreich, wo wiederum seine Polt-Krimis verortet sind. Komarek hat neben seinen (auch verfilmten) Kriminalromanen zahlreiche Sachbücher über österreichische als auch europäische Kulturlandschaften, sowie Features, Hörspiele, Essays, Feuilletons, Erzählungen und TV-Drehbücher verfasst. Legendär ist seine über ein Jahrzehnt auf Ö3 laufende Sendung "Melodie exklusiv". Gestaltung: Barbara Belic Präsentation: Ilse Amenitsch

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Andreas Vitásek: Austrophobia Gestaltung: Stephan Pokorny Andreas Vitáseks 13. Programm "Austrophobia" ist eine kabarettistische Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff und dem Fremdsein, mit begründeten und unbegründeten Ängsten, mit dem Junggewesensein, dem Älterwerden und der untoten Vergangenheit Österreichs. Eine Reise durch das weite Land der österreichischen Seele und in die Untiefen des goldenen Wiener Herzens. Wortgewandt stemmt sich Vitásek gegen die Kleinkariertheit und die Dummheit, gewürzt mit persönlichen Pointen und geschickt changierend zwischen Erlebtem und Erfundenem. Ankommen und Wegfahren, Nationalismus und Internationalismus und die "alltäglichen Mühen der Ebene" werden im privaten Mikrokosmos einer Familie mit illegal eingeschleustem Mops abgehandelt. Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Lauert das Grauen in der Idylle? Andreas Vitásek, Kabarettist, Theatermann, Poet und Clown, verschont in "Austrophobia" niemanden, auch sich selbst nicht. Ein Live-Mitschnitt aus dem Stadtsaal Wien vom 15. März 2019.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Helene Breisach. Musikalische Miniaturen für Violoncello und Klavier. Dass die kleine Form heutzutage "leider meist nur als Zugabe missbraucht" werde, bedauert der österreichische Cellist Martin Rummel - und widmet den sogenannten "Zugabenstücken" ein ganzes Album. In teils eigenen Arrangements für Violoncello und Klavier erklingen seltene und bekannte Gustostückerln von Fritz Kreisler, Edward Elgar, Maria Theresia von Paradis oder Karl Davidov. Platz finden aber auch Melodien wie Franz Schuberts Ave Maria oder das Wiegenlied von Johannes Brahms (Guten Abend, gut' Nacht) - das Resultat ist ein liebevoll zusammengestelltes Album, das so manchen musikalischen Edelstein zum Funkeln bringt.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alessandro Fisher, Tenor; Roger Vignoles, Klavier. Robert Schumann: Fünf Lieder op. 40 * Ausgewählte Lieder von Edvard Grieg und Frederick Delius * Gunnar de Frumerie: Sieben Lieder des Herzens (aufgenommen am 16. März in der Wigmore Hall in London). Präsentation: Chris Tina Tengel

15.30 Uhr
Moment

Die Folgen der Corona-Krise für Lehrlinge und Lehrbetriebe Die wirtschaftlichen Turbulenzen in Folge der Corona-Pandemie haben den Lehrstellenmarkt besonders getroffen. Laut Arbeitsmarktservice ist die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen im Mai auf 4.500 gesunken. Rund 8.800 Lehrlinge waren im selben Monat auf Suche. Wie sich die wirtschaftliche Situation langfristig auf den Fortbestand der dualen Ausbildung und künftige Personaleinstellungen auswirkt, ist noch nicht absehbar. Eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts "market" sieht für 2020/21 etwa 10.000 Lehrstellenplätze in Gefahr. Eine Sendung über die krisengeschüttelte Hotellerie, einen krisenerprobten Floristen und den Optimismus der jugendlichen Lehrlinge. Nach der Sendung ist die Meinung der Hörerinnen und Hörer gefragt: Haben Sie eine abgeschlossene Lehre oder benötigen eine Lehrstelle? Wie gestaltet sich die Suche nach einem Arbeitsplatz in Zeiten der Corona-Krise? Falls Sie selbst Lehrlinge ausbilden: Wie hat sich die Corona-Krise auf den Fortbestand Ihres Betriebes ausgewirkt? Gibt es nach wie vor einen Fachkräftemangel? Welche Einstellung haben Sie gegenüber der Lehre oder dem Lehrberuf? Rufen Sie uns an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie uns ein Email an: moment@orf.at Gestaltung: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Leben auf einer mittelalterlichen Burg Marcel nimmt Rudi mit auf eine Tour durch die mittelalterliche Schallaburg in Niederösterreich. Er erzählt von den Zwei- und Vierbeinern, die damals auf der Burg gelebt haben: vom Burgherren und den Adeligen, und warum sie so kurze Betten hatten: Sie schliefen sitzend. Marcel: "Eine Vorstellung, die die Leute hatten in der Zeit war, dass sich in der Nacht die Trut auf den Brustkorb setzen kann. Die Trut war die Vorstellung, dass in der Nacht eine Krankheit kommen kann und einen ergreifen kann. Und eben wenn man im Bett sitzt, kann man sich gegen das Draufsetzen der Trut ein bisserl schützen." Gestaltung: Marlene Lanzerstorfer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Stimmen im Äther - Zum 120. Geburtstag von Antoine de Saint-Exupéry am 29. Juni. Am 31. Juli 1944 startete der französische Luftwaffenoffizier Antoine-Marie-Roger de Saint-Exupèry mit seiner Lightning P-38 zu einem Aufklärungsflug über Korsika. Der weltberühmte Autor wird von diesem Flug nicht zurückkehren. Fast zur gleichen Zeit erheben sich vom Flugplatz Orange die beiden Focke-Wulf des Oberfähnrichs Heichele und des Unteroffiziers Högel, um die Lufttätigkeit feindlicher Verbände zwischen Marseille, Menton und dem Hinterland zu erkunden. Später sollte der Oberfähnrich Heichele in seinem Gefechtsbericht schreiben: "Im Verlauf des sich entwickelnden Luftkampfes kam ich hinter der Lightning in Schussposition, die Entfernung betrug zwischen 150 und 200 Meter. Ich schoss, setzte nach, näherte mich auf 60 bis 40 Meter und feuerte mit meinen Bordwaffen. Der Absturz erfolgte um 12 Uhr 15 etwa zehn Kilometer südlich von St. Raphael im Planquadrat AT."

16.45 Uhr
Heimspiel Spezial

Rückschau auf eine Ausnahme-Saison Nach 12 Wochen Stille in den Räumlichkeiten des ORF RadioKulturhauses öffnete es am Montag, den 8. Juni den Großen Sendesaal wieder für sein Publikum. In der Zeit seit dem Beginn der Sonderregelungen Mitte März war das Team des RKH aber nicht untätig, sondern hat jeden Abend mitgeschnittene Konzerte "aus besseren Zeiten" fürs Wohnzimmer geliefert. Unter besonders strengen Auflagen wurden schon ab Mitte April drei Live-Abende unter dem Motto "Wir spielen für Österreich!" in Form von hochkarätig besetzten Bühnenereignissen im Zeichen von Oper, Operette und Musical im Großen Sendesaal veranstaltet, die ORF III live übertragen hat. Nun ist der große Sendesaal wieder für Publikum geöffnet und wir ziehen mit Martina Laab und Thomas Wohinz vom ORF RadioKulturhaus eine akustische Zwischenbilanz. Über die Zeit der Sperre und die Diskussionsveranstaltungen, Gespräche und intimen Solo- und Duo-Konzerte heimischer Musiker/innen, die im Juni wieder live zu erleben waren.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Trio Tekke und Agi Herczku Rembetiko, der "griechische Blues" ist gut hundert Jahre alt. Das zypriotisch-griechisch-britische Trio Tekke spielt ihn, als wäre er erst gestern entstanden, mit Anleihen aus dem London Underground der frühen Nuller-Jahre. Agi Herczku wiederum, die in Ungarn hochverehrte Sängerin, singt sich mit ihrer Banda durch den halben Balkan und zurück, in einem ganz unfolkloristischen Timbre und mit gekonnten Arrangements. Herczku würde damit durchaus in einem hippen Club in Brooklyn reüssieren können, auch wenn ihre Musiker pur und traditionell spielen, die CD "Kamara" hat etwas leicht ironisches und gemahnt da und dort an klassische Folk Songs. Joan Baez in Transsylvanien.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die historische Rolle der frühmittelalterlichen Troubadoure. Mit Peter Cichon, Institut für Romanistik, Universität Wien. Gestaltung: Ute Maurnböck Die fin´damor, die feine Minne, gehörte zum Höchsten im Repertoire der frühmittelalterlichen Troubadours und Trouvères. Sie waren Dichter, Sänger und Komponisten. In Südfrankreich wirkten die Troubadours (Trobadors), die in der galloromanischen Sprache Okzitanisch dichteten, in Nordfrankreich ihr Pendant, die Trouvères. Wie in der mittelhochdeutschen Minnelyrik verklärte der Interpret in einer ausgearbeiteten Poesiesprache auf kunstvolle Weise seine platonische Liebe zu einer domna, der idealen Frau. Ihre Schönheit und Tugend, ihre Sittsamkeit wie auch ihr Auftreten wurden besungen - und immer war sie, weil mit dem Lehensherr verheiratet, unerreichbar. Ob bürgerlich, aus dem Hochadel oder Klerus: die Interpreten lernten ihr Handwerk meist in eigenen Schulen und begleiteten sich auf der Drehleier. Als erster überlieferter Troubadour/Trobador gilt Wilhelm IX, der Herzog von Aquitanien. Aber auch weibliche Gegenstücke gab es: Troubairitz genannt, die ihr Ideal der höfischen Liebe besangen. Mit den Kreuzzügen gegen die Katharer (Albigenser) fand die okzitanische höfische Gesellschaft mit ihren Bräuchen ein Ende.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Eine digitale Pressereise nach Kenia und Senegal Gestaltung: Maria Harmer Covid und die Folgen des Klimawandels haben dramatische Auswirkungen. Der Hunger auf der Welt steigt. Die Vereinten Nationen sprechen von derzeit 135 Millionen Menschen, die von einer "akuten Ernährungsunsicherheit" betroffen sind. Durch die Covid-19 Pandemie könnte sich diese Zahl verdoppeln, auf insgesamt 265 Millionen Menschen. Afrika südlich der Sahara ist besonders betroffen. Ein Hauptgrund dafür ist der Klimawandel, sind Wetterextreme. In Kenia kommt zu den Dürren und Überschwemmungen der vergangenen Jahre nun noch eine verheerende Heuschreckenplage. Bilder von verzweifelten Menschen auf ihren Feldern, die von Schwärmen von Heuschrecken umgeben sind, die die Ernte zerstören, machen betroffen. Wasserknappheit, gesperrte Märkte und Schulen, häusliche Gewalt, Kinderehen, Genitalverstümmelung und andere Faktoren verschlimmern die Situation - in Kenia so wie im Senegal und anderen Ländern. Die Caritas hilft mit Projekten rund um den Globus. Da derzeit Pressereisen nicht möglich sind, hat die Hilfsorganisation der Katholischen Kirche eine virtuelle Reise in den Senegal und nach Kenia organisiert.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Der Nutztier- und Agrarforscher Werner Zollitsch im Porträt Von Lukas Tremetsberger Der Nutztierwissenschafter Werner Zollitsch blickt weit über den Kernbereich seiner Disziplin hinaus. Ihn interessiert biologische Landwirtschaft, die Rolle von Nutztieren und deren Klimarelevanz. Er sieht Nutztiere nicht nur als ökonomische Produktionsmittel, sondern er fragt: "Was können Nutztiere zum Überleben von bäuerlichen Familien beitragen?" In Österreich wie in Äthiopien, Uganda oder Bhutan? - Werner Zollitsch ist in Linz aufgewachsen. Als Jugendlicher hilft er in den Ferien auf einem Bauernhof in Kärnten mit und stellt Fragen, die ihm niemand beantworten kann: "Warum haltet ihr diese Rinderrasse? Warum mäht ihr die Wiese gerade jetzt?" Nach dem Studium der Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien kann er sich die Antworten selbst geben. Heute forscht und lehrt Werner Zollitsch an der BOKU "Nachhaltigkeit tierischer Produktionssysteme" und leitet dort das Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Markus Poschner; Christian Tetzlaff, Violine. Felix Mendelssohn-Bartholdy: a) "Die Hebriden oder Die Fingalshöhle", Konzert-Ouvertüre Nr. 2 h-Moll op. 26; b) Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 * Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944, "Große C-Dur-Symphonie" (aufgenommen am 18. September 2018 im Brucknerhaus Linz im Rahmen des "Internationalen Brucknerfestes Linz 2018"). Präsentation: Alice Ertlbauer-Camerer Mendelssohn Bartholdy war in den ersten Jahrzehnten von Bruckners Schaffen eine Art zeitgenössischer Klassiker und hat als solcher besonders die Orchesterwerke aus dessen Studienzeit nachhaltig beeinflusst. Anklänge an Thematik und Instrumentation der Hebriden-Ouvertüre etwa finden sich im zweiten der drei 1862 komponierten Orchesterstücke. Zwei Passagen aus dem Kopfsatz des Violinkonzerts wiederum dienten Bruckner als Vorbild für eine Stelle im Kyrie seiner d-Moll-Messe, an der ein Violinsolo sich erkennbar an die Stimme des Soloinstruments anlehnt, während die Holzbläser kurz darauf den Beginn des Seitensatzes paraphrasieren. Bruckner verehrte Schubert über die Maßen, er war "sozusagen sein Lieblings-Hausgott, den er wegen der Kühnheit seiner harmonischen Erfindung im Hinblick auf Wagner als 'Johannes den Täufer', den 'Vorläufer' bezeichnete". Die Große C-Dur-Sinfonie zählte für ihn dementsprechend zu den sinfonischen Schlüsselwerken. Und tatsächlich meint man an jenen Stellen in Bruckners Sinfonien, an denen die Hörner als erste Blasinstrumente über einem Klangteppich der Streicher einsetzen, das ferne Echo des berühmten, allein von zwei Hörnern unisono vorgetragenen Themas zu vernehmen, mit dem Schuberts Werk auf so untypische wie unvergessliche Weise beginnt. (Internationales Brucknerfest Linz)

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Joesi Prokopetz: Vorletzte Worte Gestaltung: Jörg Duit Joesi Prokopetz spannt den Bogen von feuilletonistischen Betrachtungen über (vor-)letzte Worte, erschütternde Enthüllungen über das Leben als Pavian, stellt sich und uns die Gewissensfrage: "Sind Sie bestechlich?" und erkennt dankbar: Zum Glück halten Frauen es für Liebe, wenn man sich für ihren Körper interessiert. Mitschnitt aus dem CasaNova Theater.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Weltbaustein CO2.Ein global gut gemischtes Gas auf dem Prüfstand (2). Gestaltung: Sabine Nikolay 30 Jahre Gender Trouble. Wie Judith Butler die queer Theory erfand (2). Gestaltung: Irmgard Wutscher Die Insel der Klänge. Eine musikalische Reise durch Sardinen (2). Gestaltung: Verena Gruber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Musik im Studio. Neue Töne aus Tirol. Die Reihe Musik im Studio wird 2022 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Gegründet vom ersten E-Musik Chef des Landesstudios Tirol, Otmar Costa, wird sie seit zehn Jahren von unserer Kollegin Patrizia Jilg kuratiert. Sie legt den Schwerpunkt der Konzerte auf zeitgenössische und experimentelle Musik mit starkem Tirol-Bezug. So sind Windkraft Tirol, TENM, das Tiroler Ensemble für Neue Musik oder auch Solistinnen des Landes gern gehörte Gäste. Die Sendung bringt einen Ausschnitt aus zehn Jahren Neue Musik im Studio. Gestaltung: Patrizia Jilg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten